Naturschutz


Traubeneichenwald zum Jubiläum (Hier gehts zum Originalbericht in der Badischen Zeitung)

Ortsgruppe Laufenburg des Schwarzwaldvereins pflanzt vor Weihnachten 150 Bäume.

150 kleine Traubeneichen hat die Ortsgruppe Laufenburg des Schwarzwaldvereins noch im alten Jahr gepflanzt. Angeregt durch einen Aufruf in der Vereinszeitschrift "Der Schwarzwald" war es auch der Ortsgruppe ein Anliegen, im Jubiläumsjahr – 150 Jahre Schwarzwaldverein – mit dem Baum des Jahres 2014, der Traubeneiche, ein bleibendes Zeichen zu setzen, teilt der Verein in einer Pressemitteilung mit.
Revierförster Karl-Ulrich Mäntele habe einen geeigneten Standort für die Pflanzung eines Bäumchens gehabt und die Unterstützung der Aktion durch den Forstbetrieb zugesagt. Seinen Vorschlag, nicht nur einen Baum zu pflanzen, sondern auf einer größeren Fläche einen Traubeneichenwald zu setzen, griff die Ortsgruppe gerne auf, heißt in der Mitteilung weiter. Einen Tag vor Heilig Abend haben dann 27 Teilnehmer – inklusive dem Vorsitzenden Gert Philipp und dessen Stellvertreterin, Petra Gritsch – vom Kindergarten- bis zum Rentenalter in einer Gemeinschaftsaktion nach kurzer Anweisung von Förster Mäntele 150 kleine Traubeneichen am Stadtrand in Laufenburg gesetzt.
Sehr sorgfältig seien mit den mitgebrachten Spaten, Schaufeln und Hacken an den mit Pflöcken markierten Stellen Löcher ausgehoben, die so groß sein mussten, dass die Pfahlwurzeln der Setzlinge ohne am Grund aufzusetzen oder seitlich abzuknicken hinein passten. Vorsichtig wurde bei jedem einzelnen Bäumchen wieder Erdreich verfüllt und ein wenig angedrückt. Schließlich sollten die Bäumchen optimale Startbedingungen bekommen. Offenbar war das Unterfangen nicht ganz einfach. In der Mitteilung des Vereins heißt es, dass der Untergrund auch Steine und Wurzelteile enthielt. Alle freuten sich, als man mit gemeinsamer Anstrengung und Spaß das Ziel erreicht hatte.
Viel sehen wird man von den 150 gepflanzten Bäumen aber wohl nicht. Revierförster schätzt, dass sich in 100 bis 150 Jahren vermutlich nur zwei bis vier stattliche Bäume gegen die Konkurrenz auf dem Gelände durchgesetzt haben werden.
Das wollen die Mitglieder der Ortsgruppe aber genau wissen: Mit einem Augenzwinkern wurde deshalb vereinbart, die Entwicklung der Bäume zu beobachten und sich spätestens zum 300-jährigen Jubiläum des Schwarzwaldvereins wieder gemeinsam vor Ort zu treffen.
Zur Stärkung und zum Aufwärmen gab es nach der Pflanzaktion im Vereinsheim der Ortsgruppe Suppe mit Wienerle – und ein Dankeschön für die Mithilfe

Die Naturschutzaktivität fokussiert die Ortsgruppe Laufenburg vor allem in den Bereich der Herpetofauna (=Amphibien und Reptilien).

 

In der Folgenden Karte sind die Standorte 1-19 der von uns gemanagten Habitate (=Lebensräume) zu sehen.

 

1. Kleintierdurchlass Gaisbühl

Diese Kleintierunterführung existiert schon seit 1997
wurde aber im Jahre 2008 erneuert und verbessert.
Leider lässt die Vegetation das Prinzip nicht klar erkennen.

Die Tiere werden mit einem L-Stein bei ihrer Wanderung zu einem 1x1m Tunnel geleitet, und unterqueren auf diese Weise sicher die Strasse.


2. Amphibienzaun an der Kreisstrasse K6542

Der bestehende netzartige Zaun wurde 2007 vom Straßenbauamt gegen einen Blech-Zaun ausgetauscht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch Unterbrüche (bei den Fangeimern) und anböschen des Zaunes ist ein rasches verlassen der Gefahrenzone „Strasse“ der im Mai bis September rückwandernden Tiere gewährleistet.

 

 

 

 

 

 

 

Gleich in der darauf folgenden Nacht wanderten die ersten Amphibien

 

 

 



3. Amphibien-Fangzaun Allmendstrasse

 

Auch im Allmendwald werden die Amphibien welche im Grünenweg-Teich laichen wollen mit einem Amphibienzaun in Eimern gefangen registriert und sicher über die Strasse getragen.



4. Clara Teich

 

Der Clara Teich entstand als Ersatzlaichgewässer für den Leberweiher welcher jährlich bis zu 3000 Erdkröten über die Kreisstrasse K6542 lockt.

Die mitziehenden Gasfrösche haben sich recht gut umsiedeln lassen, bei den Erdkröten blieb der Versuch erfolglos.



5. Dicke Eiche Teich

 

Der "Dicke Eiche Teich" entstand durch den Ausbau einer Wagenspur in welche jährlich bis zu 40 Laichballen abgesetzt wurden.

Dieser Teich trocknet zyklisch aus, so werden die Grasfrösche gezielt gefördert.

Die Hoffnung dass sich auch Gelbbauchunken einfinden hat sich bisher leider noch nicht bestätige.

 

Zielart: Grasfrosch

 

Das Gewässer haben folgende Amphibien als Reproduktionsstätte angenommen:

Grasfrosch ca.200

Erdkröte ca. 0

Bergmolch ca. 10

Fadenmolch ca. 0



6. Feuchtrütte Teich

 

Zielart: Grasfrosch

Das Gewässer haben folgende Amphibien als Reproduktionsstätte angenommen:

 

Grasfrosch ca.150

Erdkröte ca. 0

Bergmolch ca. 40

Fadenmolch ca. 0



7. Grüner Weg Teich

 

Der Grüner Weg Teich befindet sich in einer Senke welche vor der Teichanlage regelmäßig Wasser führte, jedoch oft vor der Metamorphose der Kaulquappen austrocknete.

 

 

Leider hat man bei der Anlage Folie verwendet so dass der Teich zwar sein Wasser behält, jedoch für die Anuren (Froschlurche) war diese Maßnahme nicht förderlich, da sich die Predatoren (=Feinde) der Frösche in permanent Wasser führenden Gewässern zu rasch vermehren so dass die gesamte Laichgemeinschaft gefährdet ist.

 

Leider sind seit 2007 auch Goldfische im Teich welche nun auch noch die Restbestände der Frösche gefährden.



8. Hölzle Teich Klein und Gross



9. MindeTeich



10. Mösle Teich

 

1988 entstanden durch uns im Mösle 2 Feuchtbiotope.

Um diese mussten wir lange Zeit bangen, da keine Verordnung den Auenwald mit seinen vielen

geschützten Pflanzen.- und Tierarten schützt.

 

 

 

 

 

 

Somit ist das Gebiet, welches heute unter anderem

von ca. 4000 Grasfröschen bewohnt wird, was der größten Population unserer Region entspricht, lediglich eine

Heimat auf Zeit. Dies obwohl diese Froschart in Deutschland strengsten Schutzbestimmungen unterliegt.

 

 

 

 

 

 

Inzwischen drohen die Teiche zu Verschlammen.

Im Oktober 2010 wurden hier unter unserer Anleitung durch eine Fremdfirma Baggerarbeiten durchgeführt. Die Teiche wurden entschlammt und die Dämme neu befestigt.



11. Schuler Holz Teich

 

Der Schuler Holz Teich entstand durch den Ausbau einer Wagenspur in welche jährlich bis zu 40 Laichballen abgesetzt wurden. Dieser Teich trocknet nie aus.

Die durch die Folie bedingte hermetische Abriegelung lässt zusammen mit dem Falllaub ein fauliges Gewässer entstehen, welches nur durch sorgfältiges entfernen des Laubes für die Anurenreproduktion geeignet ist.

 Zielart: Grasfrosch
Das Gewässer haben folgende Amphibien als Reproduktionsstätte angenommen:

Grasfrosch ca.100
Erdkröte ca. 0
Bergmolch ca. 10
Fadenmolch ca. 0



12. Schupiss 1 Teich

 

Die Schupiss Teiche sind als Ersatzlaichgewässer gedachte ausgebaggerte Feuchtstellen in der Schupiss-Region (zwischen Hochsal und Rotzel) welche durch so genannte Kolks zu einem sehr schönen sich selbst vernetzenden Feuchtbiotop geworden ist. Die Auskolkungen trocknen ab und an aus, die Teiche selbst führen immer Wasser.

Diese unterschiedlichen Gewässertypen bieten vielen Tieren und Pflanzen ein Lebensraum.

Die Gewässer haben folgende Amphibien als Reproduktionsstätte angenommen:

Grasfrosch ca.400

Erdkröte ca. 4000

Bergmolch ca. 700

Fadenmolch ca. 300

Kammmolch ca. 30

 

Bild: Nach dem Pflege Eingriff



12. Schupiss 2 Teich

 

Die Schupiss Teiche sind als Ersatzlaichgewässer gedachte ausgebaggerte Feuchtstellen in der Schupiss-Region (zwischen Hochsal und Rozel) welche durch so genannte Kolks zu einem sehr schönen sich selbst vernetzenden Feuchtbiotop geworden ist.

Die Auskolkungen trocknen ab und an aus, die Teiche selbst führen immer Wasser.

Diese unterschiedlichen Gewässertypen bieten vielen Tieren und Pflanzen ein Lebensraum.

Die Gewässer haben folgende Amphibien als Reproduktionsstätte angenommen:

Grasfrosch ca.400
Erdkröte ca. 4000
Bergmolch ca. 700
Fadenmolch ca. 300
Kammmolch ca. 30

 

Wie die Übersicht gut erkennen lässt, ist die
Schupiss-Region ziemlich arbeitsintensiv
wenn man die Teiche offen halten will.

 

 

 

Doch besonders im Bereich des Schupiss II Teiches wird deutlich dass ein Herpetologe auch ein Spinnenschützer sein muss um der Fauna gerecht zu werden.

 

 

 

 

 

So sind in der Region neben den Zebraspinnen
(Argiope bruennichi) auch die Sumpfheuschrecken
(Stethophyma grossum) Tiere welche bei den Pflegemaßnahmen etwas Fingerspitzengefühl ab verlangen.



14 Schupiss 3 Teich

 

Die Schupiss Teiche sind als Ersatzlaichgewässer gedachte ausgebaggerte Feuchtstellen in der Schupiss-Region (zwischen Hochsal und Rozel) welche durch so genannte Kolks zu einem sehr schönen sich selbst vernetzenden Feuchtbiotop geworden ist.

Die Auskolkungen trocknen ab und an aus, die Teiche selbst führen immer Wasser.

Diese unterschiedlichen Gewässertypen bieten vielen Tieren und Pflanzen ein Lebensraum.

Die Gewässer haben folgende Amphibien als Reproduktionsstätte angenommen:

 Grasfrosch ca.400

Erdkröte ca. 4000

Bergmolch ca. 700

Fadenmolch ca. 300

Kammmolch ca. 30

Salamander ca. 6

 Wie die Übersicht gut erkennen lässt, ist die Schupiss Region ziemlich arbeitsintensiv wenn man die Teiche offen halten will.

Doch besonders im Bereich des Schupiss 3 Teiches wird deutlich dass ein Herpetologe auch ein Ornitologe sein muss um der Fauna gerecht zu werden.

So sind in der Region neben der Zwergmaus ( Micromys minutus ) auch der Zaunkönig ( Troglodytes Vieill ) Tiere welche bei den Pflegemaßnahmen etwas Fingerspitzengefühl abverlangen.



Der Schwarzwaldverein leistet seinen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt, so sorgt eine kleine Biotopgruppe für den erhalt der Amphibien in der Region Laufenburg.

18. FFH Vogelsang

Der Schwarzwaldverein leistet seinen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt, so sorgt eine kleine Biotopgruppe für den erhalt der Amphibien in der Region Laufenburg.

 

Unser Projekt welches mit 1000 Euro gekürt wurde:

 

Pflege und Erhalt des Naturschutzgebietes Vogelsang

Habitatbilder aus dem von der Biotopgruppe gepflegten Teilbereich des FFH 8314-341.

Zu den absoluten Highlites im gepflegten Gebiet gehören die Gelbbauchunken und die Kammmolche. Diese Arten sind die Leitarten dieses FFH-Gebietes.

 

Besonders die Gelbbauchunke ist mit ca.100 adulten Tieren wieder als eine individuenstarke Population zu bezeichnen.

Ebenfalls hat sich die Laubfroschpopulation von einem kläglichen Restbestand (2 Rufer) zu einem Rufchor von 40 Männchen innerhalb der letzten 3 Jahre gesteigert.

 

Auch andere Froschlurcharten wie die Erdkröte, der Grasfrosch so wie der Wasserfroschkomplex haben in der Kopfstärke deutlich zugenommen.

 

Doch ohne unser ehrenamtliches Offenhalten

des Geländes und des Einbringens weiterer Laichgewässer so wie die Gestaltung diverser Kleinstrukturen wie Todholzhaufen, Steinhaufen, und Wildbienenhölzer. Währe dieses einzigartige Juwel bereits unter einer dichten Brombeerhecke verschwunden.

 Seltene Vertreter aus der Hepetofauna welche in guter Stückzahl im FFH-Gebiet zu finden sind.



19. Allmend Teich  
Der Allmend-Teich befindet sich in einer Senke welche vor der Teichanlage regelmäßig Wasser führte, jedoch oft vor der Metamorphose der Kaulquappen austrocknete.

 

 

 

Hier hat man bei der Anlage auf Folie verzichtet, so dass der Teich immer noch regelmäßig austrocknet, meistens jedoch erst nach Mitte Juni wenn die meisten Kaulquappen des Grassfrosches die Metamorphose abgeschlossen haben.  

 

Momentan laichen im Allmend-Teich bis zu

4000 Grasfrösche.